Tischringspiel

Deutsches Tischmurmeln


Vorbemerkung:
Das Deutsche Tischmurmeln ist eine interessante Variante des englischen Ringspiels; erfordert ähnliche Schusstechnik und ist durch die transportable Spielplatte problemlos an jedem Ort spielbar.


Spielfläche:
Holz- oder Kunststoffplatte mit einem Durchmesser von 120 cm


Belag:
Veloursteppich (rollhemmend) mit Durchmesser 100 cm ( damit ergibt sich ringsherum ein freier Rand von 10 cm Breite als Auflagefläche für die Schusshand) Die Platte wird mit einer Bande von 10 cm Höhe eingefasst, um zu verhindern, dass Murmeln die Spielfläche ganz verlassen.


Spielmurmeln:
63 Stück; Material: Glas 12 mm Durchmesser


Schussmurmel (Tolley):
Material Glas, Ton, Stein, Keramik ( alle mineralischen Werkstoffe sind erlaubt, metallische strikt verboten), 16 bis max. 19 mm (ideal 18 mm)


Spielidee:
Es spielen jeweils 2 Mannschaften mit 4 Spielern gegeneinander. Ziel ist es die in der Mitte der Platte platzierten Spielmurmeln vom Belag zu schnipsen. Die Mannschaft, die zuerst 32 Murmeln in Ihrem Besitz hat, hat das Spiel gewonnen.


Spiel:
Der jeweilige Mannschaftskapitän legt vor Spielbeginn die Reihenfolge fest (Spieler 1 - 4), diese ist während des Spiels nicht mehr veränderbar.

Per "Nosedrop" wird durch die Mannschaftskapitäne ermittelt, welche Mannschaft beginnen darf. Dabei stellen sich die Mannschaftskapitäne an der Platte über einer aufgemalten Linie gegenüber, halte einen Tolley an die Nasenspitze und lassen diesen auf ein Kommando des Schiedsrichters fallen. Die Mannschaft, deren Tolley, der Linie am nächsten liegt, hat das Wahlrecht. Gespielt wird stets abwechselnd (1. Spieler Mannschaft A; 1. Spieler Mannschaft B; 2. Spieler Mannschaft A usw.)

Der Spieler, der an der Reihe ist, kann sich die optimale Position an der Platte aussuchen. Der Tolley ist stets vom Rand aus zu spielen, dabei darf die Hand nicht auf dem Spielbelag aufliegen.


Schusstechnik:
Die Knöchel der gekrümmten Finger liegen auf der Platte (knuckling down) der Tolley liegt in der Krümmung des Zeigefingers, der Daumen liegt hinter dem Tolley am Mittelfinger. Durch vorschnellen (schnipsen) des Daumens wird der Tolley auf die Spielmurmeln geschossen. Dabei darf die Hand nicht nachgezogen werden, sondern muss ruhig an der Auflagestelle verbleiben. Wurde durch den Schiedsrichter ein Regelverstoß (Nachziehen oder falsche Reihenfolge festgestellt), so zählen dabei erzielte Punkte nicht. Dabei herausgeschossene Murmeln sind auf die Platte nahe des Mittelpunktes zu legen. Der Tolley ist stets vom Spieler von der Platte zu entnehmen; heruntergeschossene Spielmurmeln zählen als Punkt für die Mannschaft und den Spieler. Murmeln, die herausgeschossen wurden und von der Bande auf die Spielfläche zurückspringen, zählen als herausgeschossen und sind zu entnehmen. Die Mitspieler können beim Entnehmen helfen. Schießt ein von der Bande zurückspringender Tolley, Spielmurmeln von der Platte, so zählen diese nicht.
Die Mannschaft, die zuerst mehr als die Hälfte der Spielmurmeln in ihrem Besitz hat, hat das Spiel gewonnen.


Alternativen:
Durch die Spielleitung und mit Zustimmung aller Mannschaftskapitäne kann eine Zeitbegrenzung (festgelegte Anzahl von Spielrunden) vereinbart werden.( Dies ist speziell für ungeübte Mannschaften zu empfehlen, da sonst ein absehbarer Ablaufplan einer Veranstaltung unkalkulierbar wird.) Diese Begrenzung sollte sich aber auf Vorrundenspiele beschränken. Für Halbfinal- und Finalspiele sollte generell bis zum Siegpoint gespielt werden. Spieler mit 3 Verwarnungen wegen Foulspiels werden für die laufende Runde disqualifiziert.

Es kann auch im Einzel gespielt werden, auch hier kann eine Zeitbegrenzung (festgelegte Anzahl von Spielrunden) festgelegt werden.

Anstatt in 6er Teams kann auch in 4er Teams gespielt werden. Auch hier ist eine Zeitbegrenzung (festgelegte Anzahl von Spielrunden) möglich.


Oberwiesenthal, 31.10.1999

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